Chronische Bronchitis: Symptome, Ursachen & Therapie (+FAQ)

Eine Person in einem grauen Pullover vor einem Fluss
verfasst vonValentin Kronreif
zuletzt aktualisiert am3. November 2023

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Ursachen, Symptome und Therapie der chronischen Bronchitis. Außerdem erhalten Sie Informationen zur Vorbeugung dieser Erkrankung. Im Anschluss beantworten wir noch häufig gestellte Fragen.

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Chronische Bronchitis

Chronische Bronchitis (Asthma bronchiale) ist eine Entzündung der Bronchialschleimhaut, die zu einer Verengung der Atemwege und einer erhöhten Schleimproduktion führt. Die Folge sind dauerhafte Probleme beim Atmen, was die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen kann.

Ab wann gilt eine Bronchitis als chronisch?


Wenn Sie laut WHO mindestens drei Monate im Jahr über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren morgens Husten mit Auswurf (Schleim) und ähnliche Beschwerden haben, dann haben Sie möglicherweise eine chronische Bronchitis.

Was sind die Bronchien?


Die Bronchien sind die Atemwege, die die Atemluft von der Nase und dem Mund zu den Lungen transportieren. Sie sind mit einer Schleimhaut und feinen Flimmerhärchen ausgekleidet, die die Luft von Staub, Schmutz befreien und auch andere Schadstoffe filtern können.

Wie kommt es zur vermehrten Schleimbildung?


Bei einer chronischen Bronchitis ist die Bronchialschleimhaut entzündet und produziert als Reaktion darauf mehr Schleim als normal. Dadurch verengen sich die Atemwege und die Luft kann nur noch schwer hindurchströmen.

Röntgen Bronchien

Was ist eine chronisch obstruktive Bronchitis?


Die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) ist ein Oberbegriff, der verschiedene Lungenerkrankungen umfasst, darunter auch die chronische Bronchitis. COPD wird durch eine Kombination von Faktoren verursacht, darunter die Exposition von Tabakrauch, Luftverschmutzung, gefährliche Stoffe und genetische Faktoren. 


Der wichtigste Unterschied zwischen einer normalen chronischen Bronchitis und COPD ist, dass COPD eine fortschreitende Lungenkrankheit ist. Die Symptome von COPD werden mit der Zeit immer schlimmer.

Zigaretten Lunge

Die Ursachen für eine chronische Bronchitis sind vielfältig. Die häufigste Ursache ist:

1. Rauchen


Rauchen reizt die Flimmerhärchen und führt zu einer Entzündung oder Schwächung der Lungenbläschen. Auch Atemwegsinfekte kommen häufiger vor. Raucher sind demnach besonders gefährdet.

2. Luftverschmutzung


Luftverschmutzung kann auch eine chronische Bronchitis verursachen. Die Atemluft enthält in einer solchen Umgebung Schadstoffe, die die Bronchien reizen und zu einer Infektion der Lunge, der Luftröhre oder Krankheiten an den oberen Atemorganen führen können.

3. Genetische Faktoren


Einige Menschen sind aufgrund ihrer genetischen Veranlagung anfälliger für eine chronische Bronchitis, eine gereizte Schleimhaut und/oder Atemwegserkrankungen im Allgemeinen.

4. Andere Krankheiten der Lunge


Einige andere Lungenerkrankungen, vor allem Asthma oder Lungenentzündung, können auch eine chronische Bronchitis verursachen. 


Auch allgemeine Probleme mit der Gesundheit oder Infektionen, die durch Viren hervorgerufen werden, eine Belastung mit Bakterien oder auch das Alter können eine Ursache oder Gefahr bei chronischer Bronchitis darstellen.


Wenn Sie einen oder mehrere dieser Risikofaktoren bei sich feststellen können, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um sich vorsichtshalber einer Diagnose und möglicherweise einer Behandlung zu unterziehen.

Lunge Arzt

Zu den typischen Symptomen einer chronischen Bronchitis zählen:

  • Husten: Husten ist das Hauptsymptom einer chronischen Bronchitis. Der Husten ist oft trocken und tritt hauptsächlich morgens auf.

  • Auswurf: Bei einer chronischen Bronchitis wird oft zäher, gelblicher oder grüner Schleim ausgehustet.

  • Atemnot: Bei einer chronischen Bronchitis kann es zu Atemnot kommen. Dies liegt daran, dass die Atemwege verengt sind und die Luft nicht mehr richtig durch die Lungen strömen kann.

  • Heiserkeit: Heiserkeit ist oftmals ein weiteres Symptom. Dies liegt daran, dass eine Entzündung vorliegt und die Stimmbänder gereizt sind.

  • Müdigkeit: Chronische Bronchitis kann zu Müdigkeit führen. Dies liegt daran, dass der Körper viel Energie für den Kampf gegen die Entzündung aufwenden muss.

  • Brustschmerzen: Brustschmerzen können ebenfalls ein Symptom sein. Dies liegt daran, dass die Bronchien entzündet sind und sich die Muskeln um die Lunge zusammenziehen.

Stethoskop untersucht Lunge

Behandlung / Therapie: Was tun bei einer chronischen Bronchitis?

Abschnitt mit dem Namen Behandlung / Therapie: Was tun bei einer chronischen Bronchitis?

Frühzeitig erkannt und/oder richtig behandelt, ist eine chronische Bronchitis in der Regel heilbar. Auch die Symptome können mit einer angepassten Therapie gelindert werden. 


Wenn Sie Raucher sind, sollten Sie diesen Risikofaktor aufgeben, da es die häufigste Ursache für eine chronische Bronchitis ist. Dies ist die beste Möglichkeit, das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern.


Zusätzlich zum Rauchstopp können auch folgende Möglichkeiten und Medikamente zur Behandlung einer chronischen Bronchitis eingesetzt werden:

  • Bronchodilatoren: Diese Medikamente erweitern die Atemwege und erleichtern das Atmen.

  • Schleimlöser: Diese Medikamente helfen, den Schleim zu lösen und auszustoßen.

  • Tees: Huflattich-Tee (ca. 3 Tassen pro Tag, möglichst heiß trinken) oder Zinnkraut-Tee (2-3 Tassen pro Tag über den Tag verteilt)

  • Antibiotika: Antibiotika werden bei Infektionen durch Bakterien eingesetzt.

  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Atemmuskulatur zu stärken und vor allem auch die Funktion der Lunge zu verbessern.

  • Sauerstofftherapie: Sauerstofftherapie kann bei schweren Fällen von Atemnot eingesetzt werden, um den Symptomen entgegenzuwirken.

  • Lungentransplantation: Lungentransplantation ist eine lebensrettende Behandlung für Menschen mit einer fortgeschrittenen chronischen Bronchitis.


Wenn Sie eine chronische Bronchitis haben, ist es wichtig, dass Sie regelmäßig Ihren Arzt aufsuchen, um die Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls anzupassen.

Gibt es bei einer chronischen Bronchitis Unterschiede zwischen Mann und Frau?

Abschnitt mit dem Namen Gibt es bei einer chronischen Bronchitis Unterschiede zwischen Mann und Frau?

Ja, es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei einer chronischen Bronchitis. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Der Grund dafür ist, dass Männer häufiger rauchen als Frauen.


Hier sind einige weitere Unterschiede zwischen Männern und Frauen:

  • Männer haben oft schwerere Symptome als Frauen.

  • Männer haben ein höheres Risiko für Komplikationen wie Lungenentzündung, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere relevante Erkrankungen.

  • Männer haben eine kürzere Lebenserwartung als Frauen.

Inhalator

Wie wird eine chronische Bronchitis diagnostiziert?

Abschnitt mit dem Namen Wie wird eine chronische Bronchitis diagnostiziert?

Die Diagnose einer chronischen Bronchitis wird in der Regel durch einen Arzt gestellt. Er befragt den Betroffenen zunächst ausführlich, um Informationen über die Beschwerden, die Krankengeschichte, andere Erkrankungen und den Lebensstil des Patienten zu erhalten.


Anschließend untersucht er den Patienten. Dabei hört und klopft der Arzt oder ein Mitarbeiter den Brustkorb des Patienten ab. Unter Umständen ist ein pfeifendes oder brummendes Geräusch beim Ausatmen zu hören, bei Sekret in den Bronchien hört man auch bei der Einatmung rasselnde Atemgeräusche.


Der Arzt kann noch weitere Untersuchungen durchführen, um die Diagnose zu sichern. Dazu gehören:

  • Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie): Der Patient muss mit maximaler Kraft in ein Gerät pusten, das dabei das Ausatemvolumen misst. Das ermöglicht dem Mediziner, Aussagen über die Leistungsfähigkeit der Atemwege und der Lunge zu treffen.

  • Röntgenuntersuchung: Diese kann entzündliche Veränderungen oder Narben am Lungenflügel offenlegen.

  • Blutgasanalyse: Bei einem Lungenemphysem (irreversible Überblähung der Lungenbläschen als Folge einer chronischen Bronchitis) ist der Kohlendioxidanteil im Blut erhöht. Deshalb wird vor allem auch die Sauerstoffversorgung im Körper durch eine Blutanalyse überprüft.

  • CT-Untersuchung: Ein CT kann detailliertere Bilder der Lunge liefern als eine Röntgenuntersuchung und auch ein Lungenemphysem erkennen.

  • Bronchoskopie (Lungenspiegelung): Bei dieser Untersuchung wird ein dünnes, biegsames Rohr mit einer Kamera in die Lunge eingeführt. Die Kamera ermöglicht dem Arzt, die Bronchien und die Lungenflügel von innen zu untersuchen.

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Wie kann ich einer chronischen Bronchitis vorbeugen?

Abschnitt mit dem Namen Wie kann ich einer chronischen Bronchitis vorbeugen?

1. Rauchen aufgeben: 


Rauchen ist wie gesagt die Hauptursache einer chronischen Bronchitis. Durch das Stoppen des Rauchens können Sie das Risiko einer chronischen Bronchitis und weiterer Folgen um bis zu 90 % verringern.

2. Rauch vermeiden: 


Wenn Sie nicht rauchen, vermeiden Sie den Kontakt mit Rauch. Passivrauchen und die Belastung mit Tabakrauch können das Risiko einer chronischen Bronchitis ebenfalls erhöhen.

3. Gesund essen: 


Eine gesunde Ernährung kann helfen, Ihre Lunge gesund zu halten. Essen Sie viel Obst, Gemüse, Eier und Vollkornprodukte. Fisch und helles Fleisch in guter Qualität sind ebenfalls zu empfehlen. Vermeiden Sie fettige, süße und salzige Lebensmittel.

4. Sport treiben: 


Regelmäßige Bewegung kann helfen, Ihre Lungen gesund zu halten und Ihre Gesundheit im Allgemeinen zu fördern. Sport stärkt Ihre Lunge und hilft, die Entzündung zu reduzieren.

5. Influenzaschutz: 


Die jährliche Grippeimpfung kann helfen, das Risiko einer Lungenentzündung zu verringern. Eine Lungenentzündung ist eine häufige Komplikation einer chronischen Bronchitis.

6. Lungenfunktionstest durchführen lassen: 


Ein Funktionstest der Lunge kann helfen, eine chronische Bronchitis früh zu erkennen und zu behandeln.

7. Regelmäßig Ihren Arzt aufsuchen: 


Wenn Sie an einer chronischen Bronchitis leiden, ist es wichtig, regelmäßig Ihren Arzt aufzusuchen. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, die Erkrankung zu kontrollieren, Komplikationen zu vermeiden und Beschwerden zu lindern.

Mann hustet

Wenn Sie laut WHO mindestens drei Monate im Jahr über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren morgens Husten mit Auswurf (Schleim) und ähnliche Beschwerden haben, dann haben Sie möglicherweise eine chronische Bronchitis. Andere Symptome sind Atemnot, Kurzatmigkeit, Müdigkeit und Brustschmerzen.

Chronische Bronchitis ist eine fortschreitende Erkrankung, die dauerhaft sein kann. Wenn die Erkrankung nicht behandelt wird, kann sie zu Komplikationen wie Lungenentzündung, Herzinfarkt, Schlaganfall und weiteren Beschwerden führen.

Nein, COPD und chronische Bronchitis sind nicht dasselbe. COPD ist ein Überbegriff für verschiedene Lungenerkrankungen, darunter chronische Bronchitis und Lungenemphysem. Emphysem ist eine Erkrankung, bei der die Lungenbläschen zerstört werden.

Nein, eine chronische Bronchitis kann nicht von selbst heilen. Die Erkrankung kann jedoch mit Medikamenten und vor allem der passenden Therapie behandelt werden, um die Symptome zu lindern und die Progression der Erkrankung zu verlangsamen. Auch Huflattich-Tee und Zinnkraut-Tee können helfen. Stoppen Sie außerdem unbedingt das Rauchen und vermeiden Sie eine Umgebung mit vielen Schadstoffen in der Luft.

Es gibt einige Hausmittel, die bei einer chronischen Bronchitis helfen können. Dazu gehören: Viel trinken, Ruhen, Sauna, Inhalieren mit heißem Wasser und Salz, Tee aus Huflattich oder Zinnkraut.

Die Bronchien können mit Medikamenten und Hausmitteln beruhigt werden. Medikamente, die die Bronchien beruhigen, sind z. B. Bronchodilatatoren und Schleim lösende Mittel. Hausmittel, die die Bronchien beruhigen, sind z. B. das Inhalieren mit heißem Wasser und Salz, Tee aus Huflattich oder Zinnkraut und warme Umschläge auf die Brust.

Tee aus Huflattich und Zinnkraut kann bei einer chronischen Bronchitis helfen. Huflattich wirkt entzündungshemmend und fördert den Auswurf. Zinnkraut wirkt beruhigend auf die Schleimhaut und Schleim wird besser gelöst. Außerdem ist es antibakteriell.

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